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Moderne Schalt- und Antriebssysteme sind immer leistungsfähiger und bedienungsfreundlicher geworden. Damit sie ihre optimale Funktion auch auf Dauer behalten, gilt es aber einige Dinge zu beachten.
Bei modernen Kettenschaltungen befinden sich sieben bis zehn Ritzel auf der Hinterradnabe. Um den nötigen Platz für mehr Gänge an der Nabe zu erhalten, wurden die Einbaubreiten vergrössert, die Ritzel dünner und die Abstände dazwischen geringer konstruiert. Dafür wurde eine schmalere Kette notwendig. Mit speziellen Zahnformen wurden die Schaltvorgänge weicher und ein Schalten unter Last möglich. Das seidenweiche Schalten geht allerdings etwas auf Kosten der Haltbarkeit: nach ca. 1500 - 2000km ist eine moderne Schaltkette abgenutzt. Die Abnutzung zeigt sich in einer Längung der Kette. Durch diese Längung werden auch die Ritzel in Mitleidenschaft gezogen. Wird erst dann die neue Kette montiert, muss auch der Zahnkranz gewechselt werden, da die neue Kette sonst über die abgenutzten Zahnspitzen rutscht. Wird die Kette nicht gewechselt, macht sich das zunächst nicht bemerkbar, da Kette und Ritzel gemeinsam altern. Der Wirkungsgrad im Antrieb verschlechtert sich schleichend. Irgendwann ist der Verschleiss allerdings so gravierend, dass auch die vorderen Kettenblätter beschädigt werden. Bei weiterem Verschleiss ist die Kette ist so sehr "gelängt", dass sie gar nicht mehr fasst . Da ein Austausch des kompletten Antriebs mit relativ hohen Kosten verbunden ist, empfiehlt es sich, den Verschleiss der Kette regelmässig zu kontrollieren. Unsere Werkstatt prüft die Ketten bei jeder Inspektion. Sie können aber auch einfach zwischendurch mal zum Messen vorbeikommen, oder die dafür nötige Meßlehre kaufen, z.B. Rohloff Caliber 2.
Die Lebensdauer des hängt entscheidend von der Qualität, der Pflege und den Umweltbedingungen ab. Feuchtigkeit in Verbindung mit Staubpartikeln produzieren eine enorme Abnutzung. Eine Kette kann nach einigen Regenfahrten schon nach deutlich unter 1000km verschlissen sein! Doch bei der Schmierung gilt: Viel hilft NICHT viel! Die Gelenke der Ketten sollen zwar geölt sein, aber überschüssiges Öl außen auf der Kette sammelt nur unnötig Schmutz.
Wir empfehlen daher die Kette vor dem Ölen mit einer Bürste und einem Lappen zu reinigen, dann sparsam zu ölen und nachher nochmals mit einem sauberen Lappen abzuwischen. Zur Reinigung verwenden Sie möglichst keinen Entfetter. Dieser lässt sich nämlich nicht restlos aus dem Inneren der Kette entfernen und beschleunigt so die Alterung! Wie empfehlen hochwertiges synthetisches Kettenöl mit guten Kriecheigenschaften und möglichst wenig Schmutz bindet, z.B. Oil of Rohloff. Soll die Oberfläche der Kette bei Schmuddelwetter gegen Rost geschützt sein, bietet sich Sprühwachs oder Teflon an. Beide Materialien bilden einen "trockenen" Schutzfilm, der Schmutz abweist. Aber diese sind wesentlich weniger wasser- und druckbeständig. Sie müssen deshalb häufiger aufgetragen werden..
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